1.5 Der Lehrplan und die Integration von vier Hauptaktivitäten in die Lerneinheit

Der Lehrplan und die Integration von vier Hauptaktivitäten in die Lerneinheit


Lernziele:


  • Definieren und erläutern der wichtigsten Bestandteile des Lehrplans.
  • Strukturieren und anwenden von vier FFS-Hauptaktivitäten in FFS-Sitzungen während der Wachstums- und Anbausaison: Feldstudien, spezielle Themen, Agrarökosystemanalyse (AESA), Gruppendynamik, Eisbrecher und Energizer.
  • Auswählen und anwenden relevanter Methoden und Übungen in Bezug auf den spezifischen Kontext, die Zielgruppe, das Thema und das Lernumfeld.

Der Lehrplan folgt dem Zyklus des jeweiligen Themas, sei es Pflanzen, Tiere, Boden oder Technik. Dieser Ansatz ermöglicht es, alle Aspekte des Themas parallel zu dem zu behandeln, was auf dem Feld der Landwirte/Teilnehmer geschieht. So findet zum Beispiel die Kartoffelverpflanzung während der Schulung zur gleichen Zeit statt, in der die Landwirte ihre eigenen Pflanzen verpflanzen - die gelernten Lektionen können direkt angewendet werden.

Ein wichtiger Faktor ist, dass es fast keine Vorträge gibt. Die meisten Aktivitäten basieren auf erfahrungsbasiertem (learning by doing), partizipativem und praktischem Arbeiten. Dies basiert auf der Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung. Jede Aktivität beinhaltet einen Prozess für Aktion, Beobachtung, Analyse und Entscheidungsfindung. Der Schwerpunkt liegt nicht nur auf dem „Wie“, sondern auch auf dem „Warum“. Die Erfahrung hat gezeigt, dass strukturierte, praktische Aktivitäten eine solide Grundlage für weitere Innovationen und lokale Anpassungen bilden.

Bei den Aktivitäten handelt es sich manchmal um jahreszeitlich bedingte Experimente, insbesondere im Zusammenhang mit der Boden- oder Pflanzenphysiologie (z. B. Boden- oder Sortenversuche, Pflanzenkompensationsversuche). Andere Aktivitäten im Lehrplan umfassen 30 bis 120 Minuten zu spezifischen Themen. „Ice breaker“, „Energizer“ und Team- bzw. organisationsbildende Übungen sind ebenfalls in jeder Sitzung enthalten. Der Lehrplan wird mit anderen Themen kombiniert.

In der Praxis sind es praktische Themen, die den größten Teil der Ausbildung und des Studienmaterials ausmachen, wie Pflanzen, Schädlinge und reale Probleme. Jeder neue „Fachbegriff“, der während des Kurses erlernt wird, kann direkt auf reale Themen angewandt werden, wobei lokale Bezeichnungen verwendet werden, auf die man sich einigen kann. Die Landwirte fühlen sich in der Regel auf dem Feld viel wohler als in den Klassenzimmern.

Die grundlegenden Aktivitäten im Lernprozess sind: Beobachtung des Agrarökosystems, Analyse und Präsentation der Ergebnisse. Die Analyse des Agrarökosystems (Agro-Ecosystem Analysis, AESA) ist die Kernaktivität, die durch ein spezifisches Thema und gruppendynamische Aktivitäten unterstützt wird.

Der Prozess der Agrarökosystemanalyse schärft die Beobachtungs- und Entscheidungsfähigkeit der Landwirte und trägt zur Entwicklung ihres kritischen Denkens bei.